BR 05 der DRG - 37050 | Umbau Spitzenlicht auf warm-weiße LED
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Die BR 05 der DRG - Märklin als Insider-Modell 2005 - wuirde noch mit gelber LED-Beleuchtung ausgeliefert. Später folgende weitere Modelle, die dann teils als exklusive Varianten (Bellingrodt-Variante, etc.) angeboten wurden bekamen bereits dann warm-weiße LEDs. Wie man die gelebn LEDs tauscht zeigt der folgende Bericht.
Allgemeines
Die Arbeiten laufen im wesentlichen auf den Austausch der entsprechenden LEDs gegen neue, warm-weiße Typen hin. Es sei aber darauf verwiesen, dass es sich hier schon um sehr kleine SMD-Bauteile [SMD-Bauform: 0603] handelt, deren Handhabung geübt werden muss.
Materialbedarf
Wer die Originalplatine erhalten will, kann sich bei Märklin eine zweite Ersatzplatine [ET#-225048] bestellen und diese dann abändern. Das hat den Vorteil, dass man den Urzustand der Lok relative einfach schnell wieder herstellen kann.
Der Umbau
Dieser Umbau ist nur etwas für Profis, die Sicher im Umgang mit SMD-Kleinstbauteilen sind und die die dazu notwendige Ausrüstung besitzen. Er beschränkt sich im Wesentlichen auf den Austausch der vorhanden gelben LEDs durch bauformgleiche warm-weiße Typen.
Öffnen der Lok
Dazu muss das Lokgehäuse abgenommen werden. Dieses ist mit einigen Schrauuben fixiert, die von der Unterseite her zugängig sind. Ein Blick in die Explosionszeichung ist da immer recht hilfreich.
Die 3 Schrauben, die das Gehäsue halten, werden vorsichtig gelöst. Zwei davon befinden sich unterhalb des Führerhauses und eine weitere im vorderen Bereich der Lokomotive
Ausbau der Leiterplatte
Da wir die LEDs von der Platte ablöten wollen, ist es ratsam, die Leiterplatte komplett auszubauen. Dazu werden die Anschlussdrähte dann ebenfals abgelötet.
Zuvor sollte aber ein Foto oder eine Notitz erstellt werden, aus der der richtige Anschluß später wieder hervor geht.
Nunächst muss noch der Kunststoff-Umlauf abnommen werden. Dazu werden die 6 Schrauben gelöst.
Zum Arbeiten an der Platine ist es notwendig auch diese komplett auszubauen.
Dazu werden die Anschlussdrahte abgelötet und die beiden Befestigungsschrauben gelöst, dann kann man sie vorsichtig herausnehmen.
Tauschen der LEDs
Die Platine enthält neben den LEDs noch die Widerstände für die Strombegrenzung der LEDs, die auf Löt-Pads herausgeführten Anschlüsse für die Kabel und den Rauchsatzkontakt.
Die LEDs selbst sind in Reihe geschaltet und sowohl auf der Oberseite (oberes Spitzenlicht) als auch auf der Unterseite angebracht.
Die Bilder zeigen die Platine mit bereits umgerüsteten warm-weissen LEDs. Die unteren LEDs sind dabei für den unteren Teil des Spitzenlichtes und die obere LED ist für den oberen Teil.
Leider ist diese Anordnung der LEDs für das epochengerechte Stirnlicht nicht korrekt, da zu DRG-Zeiten noch kein A-Licht an den Lokomotiven vorgeschrieben war - man fuhr mit Zweilicht-Spitzenlicht.
Das dritte, obere Spitzenlicht hatte eine Sonderfunktion als Zugbegegnungslicht und konnte vom Lokführer als Sondersignal getrennt ein-/ausgeschaltet werden. In einem eigenen Betrag habe ich beschrieben, wie man das Zugbegegnungslicht doch realisieren kann.
Die eigentlichen Arbeiten für den LED-Tausch teilen sich in mehrere Einzelschritte auf, die nun kurz beschrieben werden.
Markieren der Durchlassrichtung
Diese Arbeit ist wichtig, damit die man beim späteren Anlöten der neuen LEDs diese in der richtigen Richtung verlötet.
Da LEDs nur in einer Richtung den Strom zulassen, kommt es beim falschen Anlöten dazu, dass später nichts leuchtet.
In den Bildern habe ich die Durchlassrichtung der LEDs schon mal eingezeichnet.
Ablöten der LEDs
Das Ablöten der gelben LEDs erfolgt mit der Lötkolbenspitze. Damit wird die LED wechselseitig mehrfach kurz erhitzt. Das macht man solange, bis sie sich mit der Spitze wegschieben lässt.
Dabei kommt es oft vor, dass die Kunststoffabdeckung zerstört wird und die LED damit defekt ist. Da die gelben LEDs aber eh nicht mehr benötigt werden, ist das nicht ganz so tragisch.
Säubern der Lötstellen
Um das erneute Anlöten der neuen LEDs zu vereinfachen, werden die freien Lötpads nun etwas von noch ggf. vorhandenen Lötzinnresten befreit.
Anlöten der neuen LEDs
Vor dem Anlöten ist es wichtig, die Durchlassrichtung der LEDs zu bestimmen. Dazu verweise ich auf folgenden Beitrag.
Danach werden die LEDs an den vorgesehenen Platz jeweils einseitig an dem zuvor erzeugten Lötzinnklecks fixiert. Eine weitere Prüfung, ob die LED noch funktiert ist nun sicher ganz sinnvoll. Ist alles ok, kann nun auch die andere Seite der LED verlötet werden - das war es dann auch schon.
Anpassen der Widerstände
Nun siollte noch der Vorwiderstand angepasst werden. Das geschieht am einfachsten, indem man einen der zwei parallelliegenden Widerstände entfernt oder besser um 90° versetzt. Damit bleibt der Widerstand erhalten und kann ggf. für den Umbau des Zugbegegnungslichtes weiter verwendet werden.
Wer mit der Maus über das nebenstehende Bild geht, kann sehen, was ich meine.
Wiedereinbau der Platine
Dazu wird die Platine wieder mit den zwei Schrauben fixiert. Danach müssen noch die Anschlusskabel wieder angelötet werden - fertig.
Funktionstest
Zum Abschluss sollte noch ein Funktionstest durchgefpührt werden. Dazu wird die Lok aufgegleist und das Spitzenlicht wird eingeschaltet.
Fazit
Durch diesen Umbau erhält die Lok nun ein zeitgemäß aussehendes Aussehen des Stirnlichts. Ein ähnliches Vorgehen kann man auch an der Tenderbeleuchtung durchführen - damit ist es dann ganz perfekt.
Abschließender Hinweis:
Prinzipiell verliert man bei dieser Art Arbeit nach den Statuten in der Märklin-Garantieurkunde die Gewährleistung. Darin steht z.B.
... wenn der Einbau bestimmter Elektronikkomponenten, entgegen der Herstellerangabe, von nicht dafür autorisierten Personen vorgenommen wird.Dieser Satz ist sicher sehr weich formuliert und ohne konkrete Aussage, was den bestimmte Komponenten sind. Da aber hier nur im Prinzip "Gleiches durch Gleiches" ersetzt wurde, wird das im Ernstfall - wie bei Märklin üblich - sicher großzügig kulant gehandhabt.
Wer ganz sicher gehen will, kann sich ja - wie Eingangs erwähnt - eine 2te Platine "auf Halde" legen.
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- Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 26. Mai 2016 15:38