BR23 / [3923x] - Führerstandsbeleuchtung nachrüsten
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Die neue BR23 von Märklin / Trix ist - dank mfx-Sound- Decoder -mit allererlei Sound-Funktionen ausgestattet. Aber weitere Funktionen, die über die vier phys. Ausgänge des Decoders gesteuert werden, findet man - bis auf die Rauchsatzfunktion - leider nicht.
Dabei bietet es sich doch förmlich an, der Lok eine Führerstandsbeleuchtung zu spendieren. Das Lokpersonal will ja schließlich auch sehen, wo es lang geht. Im Folgenden wird der Einbau einer solchen Beleuchtung näher beschrieben.
Hintergrund
Bei den Loks der BR23 und den verwendeten mfx- Decoder, stehen insgesamt 4! phys. Funktionsausgänge - Aux1 ... Aux4 - zur Verfügung.
Für den Rauchsatz wird werkseitig bereits der Ausgang Aux1 benutzt. Somit sind AUX2, AUX3 und AUX4 noch frei verwendbar - also ideal für z.B. eine Führerstandsbeleuchtung.
Da wir dazu aber nur einen Ausgang benutzen müssen, bleibt noch genügend Reserve für andere Zwecke. Das könnten z.B. eine Telex-Kupplung oder eine schaltbare Kupplung für eine Zugbeleuchtung sein. Auch eine Fahrwerksbeleuchtung oder eine Wendezug-Steuerung wären denkbar.
Bauteile, Materialen und Werkzeuge
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LED-STORE Waldheim Anfang 2013 fiel mir auf ebay ein Anbieter auf, der sehr dünne Litzen (d=0,04 mm2/ D=0,5 mm2) - speziell zur Modell-Verdrahtung - in verschiedenen Farben und Ausführungen (Einfach-/ Doppel-Litze) anbietet. Erste Tests der Kabel verliefen sehr erfolgreich, so das ich nunmehr meine gesamten Kabel dort beziehe. Hier geht es zum ebay-shop des Anbieters und hier direkt zu den Kabeln. Der Anbieter betreibt unter www.led-store.de auch einen eigenen Web-Shop - dort sind die Preise noch etwas günstiger. LED-Baron (ebay) Auf eBay bietet LEDBaron eine große Anzahl verschiedenfarbiger, dünner Litzen mit Außendurchmesser: 0,5mm und einem Kupferquerschnitt: 0,04mm² an. Ein großer Vorteil besteht darin, dass man auch größer Mengen zu deutlich reduzierten Preisen bekommen kann. |
Alle hier gezeigten Abbildungen sind nur beispielhaft.
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Umbau
Der Umbau selbst ist eigentlich relativ einfach. Er bedingt aber einige kleine "Tricks", die hier näher erläutert werden sollen.
Abnahme des Führerhauses
Um die Beleuchtung in das Führerhaus einzubauen, muss dieses zunächst abgebaut werden. Weitere Details dazu finden sie im Beitrag "Gehäuseabnahme".
Kessel anpassen
Da der Decoder im Kessel platziert ist, müssen die Anschlussleitungen der Beleuchtung zum Kessel verlegt werden. Leider gibt es aber keine Durchführung vom Führerstand zum Kessel - also muss eine solche geschaffen werden.
Kabeldurchführung
Dazu bietet sich eine Bohrung (d=ca. 2 mm) auf der Oberseite des Kessels - im verdeckten Bereich des Führerhauses - an, durch die dann die Anschlusskabel gelegt werden können.
Die Kabel dürfen bei der Durchführung nicht stark geknickt werden um die Isolierung nicht zu schädigen. Das ist sehr wichtig, um Kurzschlüsse zum Gehäuse zuverhindern.
Nach der Bohrung werden dazu die Lochränder - Innen wie Außen - mittels eines größeren Bohrers (ca. 3..4 mm) von Hand etwas aufgerieben, damit die scharfen Kanten gebrochen werden.
Montage des Führerhauses


Das Führerhaus kann später wieder problemlos aufgesetzt werden. Dabei überdeckt es die zuvorgemachte Bohrung nebst Kabelverbindung, so das diese komplett unsichtbar bleibt.
Die Platine
Um das Führerhaus bei Wartungsarbeiten weiterhin unabhängig vom Kessel komplett abheben zu können, muss die Platine etwas abgeändert werden.
Notwendige Änderung
Bei der Platine ist es - im Zusammenhang mit der Änderung - zwingend notwendig, dass eine Leiterbahntrennung - im Bild mit der roten Linie gekennzeichnet - vorgenommen wird.
Dabei wird die Leiterbahn mit einer scharfen Klinge (Skalpell, Cuttermesser) vorsichtig eingeritzt. Die Trennung muss anschließend mit einem Durchgangsprüfer kontrilliert werden.
Einbau der Platine


Die Steckverbindung wird zum Kessel hin positioniert.
Die Anschlusskabel der 2-pol. Buchsenleiste werden nun durch die Bohrung gesteckt und dann weiter verdrahtet. Dabei kann man das orangene Kabel bereits in der Lok - an den entsprechenden Punkt der bereits zur Versorgung des Spitzenlichtes vorhanden ist - anschließen. Nur die Leitung für die Steuerung muss also durch die Tenderkupplung zum Decoderträger verlegt werden. Das Führerstandsgehäuse kann nun bereits auf das Kesseloberteil wieder aufgeklipst werden.
Verbindung am Decoderträger
Nun müssen noch die beiden Kabel am Decoderträger angelötet werden
Am einfachsten lassen sich dort die Leitungen mit dem PAD [U+/orange] und dem PAD für den Funktionsausgang AUX3/sw verlöten, da diese leicht zugängig sind.
Man kann auch beide Leitungen aus andersfarbiger Litze fertigen Wenn beim späteren Betrieb, die LED der Führerstandsbeleuchtung nicht leuchtet, kann man die richtige Polarität einfach durch Drehen der zwischengeschalteten Steckverbindung herstellen.
Decoderanpassung: Funktion- & Symbol-Mapping
Um die neue Hardware nun auch vom Decoder ansteuern zu können, muss die Zuordnung des Schaltausgangs zu einer Funktionstaste und das mfx-Symbol noch eingestellt werden.
- Voraussetzungen
Dazu wird ein geeignetes mfx-Steuergerät (CS2/CS3) benötigt. Durch die grafische Oberfläche der genannten Geräte wird die Programmierung deutlich erleichtet.
Wenn man nur eine Märklin MS2 besitzt, kann man auch mit dieser etwas tun, vorausgesetzt der Decoder versteht das DCC-Protokoll. Das ist bei den älteren mfx-Decodern leider nicht der Fall. Erst ab den mLD-/ mSD-Nachrüstdecodern der zweiten Generation und den mLD3| mSD3 Decodern hat Märklin auch das DCC-Protokoll mit eingebaut. Ja, genau dieses Protokoll ist notwendig um an die umfangreichen CVs heranzukommen.
Es reicht leider keine Intellibox und auch keine 6021. - Symbol-Mapping
Damit wird das Funktions-Symbol festgelegt, dass auf dem Bildschirm der Steuerzentrale bei der Funktionstaste angezeigt werden soll.
- Funktion-Mapping
Dies legt die Zuordnung einer Funktionstaste zum Schaltausgang fest.
Die hier verwendete Führerstandsbeleuchtung-Funktion wird somit wie folgt gemappt:
- Funktionstaste:
Für die genaue Abfolge der notwendigen Schritte lesen sie bitte die Betriebsanleitung zu ihrem mfx-Steuergerät.
ergänzende Maßnahmen
In der werkseitigen Auslieferung ist sind die Kesselarmaturen unbehandelt.
Wenn nun der Führerstand so schön beleuchtet wird, ist es auch denkar, die Armaturen und Griffe am Kessel etwas farblich zu behandeln - ganz so wie es bei einer richtigen Dampflok auch gewesen ist. Wie soetwas aussehen kann, zeigt das nebenstehende Bild.
Quelle: Stummiforum
Weitere Details findet man im Betrag: Optik-Tuning
Fazit
Durch den Einbau der Führerstandsbeleuchtungen bekommt die Maschine etwas mehr Funktionalität. Das Gute dabei, ist der recht einfache Einbau, der mit relativ wenig Aufwand zu leisten ist.
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- Zuletzt aktualisiert: Sonntag, 13. Januar 2019 08:57