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BR 218(neu ab 2012) - ROCO ... mit Rangierlicht


BR 218(neu ab 2012) - ROCO ... mit Rangierlicht

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 tune78748 Diesellok BR 218 418 Touristik 300Um der Lokomotive neben dem Rangiergang auch die dazu gehörende vorbildliche Beleuchtung zu geben, müssen einige Änderungen vorgenommen werden, die im Folgenden beschrieben werden.

Um der Lokomotive neben dem Rangiergang auch die dazu gehörende vorbildliche Beleuchtung zu geben, müssen einige Änderungen vorgenommen werden, die im Folgenden beschrieben werden.

Hintergrund

Bei der Untersuchung der Schnittstelle des Decoders viel mir aber auf, dass sich darauf unbenutzte, aber verstärkte Ausgänge - FA3 FA8 - befinden. Diese werden jedoch nicht über die 16-pol. Schnittstellen-PINs kontaktiert.

Funktion-Mapping

erreichbar mit allen DCC-fähigen -Steuergeräten [MS2/CS1/CS2 /ECOS] DCC-Adresse: 3
F0 Spitzenlicht Ein/Aus Spitzenlicht Ein / Aus
F1 Geräuscheffekt Fahrgeräusch Ein / Aus
F2 Geräuscheffekt Horn hoch lang Ein / Aus
Funktionsbelegung: xxxxx
F3 Geräuscheffekt Horn tief Ein / Aus
F4 Geräuscheffekt Kompressor Ein / Aus
F5 Geräuscheffekt Schaffnerpfiff Ein / Aus
F6 Geräuscheffekt Abfahrt Sequen Ein / Aus
F7 Geräuscheffekt Kupplung Ein / Aus
F8 Geräuscheffekt Bahnhofsansage Ein / Aus
F9 nicht belegt Ein / Aus
F10 Spitzenlicht abschalten Stirnlicht 2 aus FA2 Ein / Aus
F11 Spitzenlicht abschalten Stirnlicht 1 aus FA1 Ein / Aus
F12 Geräuscheffekt Horn hoch kurz (Rangierpfiff)
F13 Geräuscheffekt Türengeräusch Ein / Aus
F14 Geräusche - Aus (Mute) Mute (Sound temporär aus) Ein / Aus
F15 Geräuscheffekt Ventil Ein / Aus
F16 Geräuscheffekt Luft ablassen
.

Function-Mapping

Verwendung der FAx-Ausgänge
FA1 SL(h) FA3 - / -
FA2 SL(v) FA8 - / -
Fahrzustandsbezogene Einstellungen
Stand v Fahrt v
r r

Anmerkungen:

Die Ausgänge FA3/-8 sind werkseitig unbenutzt, könnten aber aufgrund des bestückten Ausgangsverstärkers auf dem Decoder bei geeigneter Beschaltung genutzt werden.

Wie ersichtlich, ist der Rangiergang (1/2 Vmax) auf die Funktionstaste F6 gemappt. Um nun auch das Licht (Doppel-A-Lichtkorrekt anzuzeigen, muss auf beiden Seiten das Stirnlicht aktiviert werden.

Problem:  Schlusslicht

Da aber standartmäßig immer zum weißen Spitzenlicht auch gleichzeitig immer das korrospondierende Schlusslicht (rot) ein geschaltet wird, muss also noch zusätzlich dafür gesorgt werden, dass dieses Signal bei Aktivierung des Rangiergangs gleichzeitig ausgeschaltet wird.

Lösung

Wir aktivieren zusätzlich zum Funktionsausgang FA3 per Mapping noch das Stirnlicht auf beiden Seiten. Die Abschaltung des immer vorhanden einseitigen Schlusslichtes übernimmt eine Diodenmarix, die über den Funktionsausgang FA3 gesteuert wird. Dazu muss aber das Funktion-Mapping abgeändert werden.

Aktivierung des "Erweiterten Mapping-Modus" nach ZIMO

Voraussetzung

Für die Programmierarbeiten benötiogen wir ein DCC-fähiges Programmiergerät. Davon gibt es auf dem Markt sehr viele. Nicht geeignet sind ältere Märkin-Einheiten wie die 6020/6021 und die MS1. Es kann auch der ESU-Lokprogrammer genutzt werden.

Bitte schlagen sie in der Bedienungsanleitung die genaue Handhabung ihres Gerätes für die Programmierung nach.

Auch die Kenntnis über die Zusammenhänge in diesem ZIMO-Dokument  - speziell ab Seite 22 - sind nicht von Nachteil.

Programmierung

Da nach der NMRA-Norm für DCC nicht alle Funktionstasten mit allen Funktionsausgängen mappbar sind, müssen wir die neuen, zusätzlichen Informationen, über das "Erweitere ZIMO-Mapping" in den Decoder schreiben.

Dazu müssen wir diesen Mapping-Modus aber zunächst erst aktivieren. Wir schreiben dazu den Wert 97 in die CV #61.

Mappen des Funktionsausgangs FA3 + FA-Lh + FA-Lh  auf die Funktions-Taste F6

  CV   FA6 FA5  FA4  FA3 FA2 FA1 FA-Lh FA-Lv
 CV-Bit-Nr.     7 6 5 4 3 2 1 0
Bitfolgen: F0 ... F5 Taste                    
Bitfolge: F6-Taste #37    0  0  0 1 1 1
Bitfolgen: F7 ... F17 Taste                    

Wir schreiben entweder die Bitfolge: 00010011 oder den Wert 19 in die CV #37 . Letzterer berechnet sich  aus der Bitfolge zu: 1*24  1*21 1*20 16 + 2 + 1 = 19.

Jetzt sind beim Drücken der F6-Taste die beiden Stirnlichter aktiv - zeigen also das Doppel-A-Licht - und was sehen wir? - (leider) zusätzlich noch das auf einer Seite noch leuchtende Schlusslicht.

Unterdrücken des Schlusslichtes

Die Schlusslichter werden im werksseitigen Mapping über die Funktionsausgänge FA1 und FA2 gesteuert.

Diese Ausgänge werden gemeinsam mit Lv und Lr über die Taste F0 aktiviert, sobald man das Licht des Fahrzeuges einschaltet. Um sie wieder aus zu bekommen, hat man zwei Möglichkeiten.

Die kleine Lösung

Man betätigt sich dabei selbst  als "echter Lokführer" und macht eben alles "von Hand".

Über die  F0-Funktionstaste wird das Llicht dann einfach ausgeschaltet. Weil das A-Licht ja nun über das neue Mapping läuft, erlöscht mit dem Ausschalten des Stinlichtes nun nur das noch leuchtende Schlusslicht.

Diese Lösung hat den Vorteil, dass man den FA3 nicht mit mappen muss und anderweitig verwenden kann. Benötigt aber eben immer zusätzliche Handarbeit.

Die große Lösung - Einbau einer kleinen Diodenmatrix  

Man kann leider die Ausgänge nicht parallel so mappen, dass sie obwohl sie über F0 eingeschatet sind  gleichzeitig über FA3 ausgeschaltet werden. Hier hilft leider nur eine Hardware-Lösung.

Diodenmatrix

roc br218 pcb stili tunbr218 rote LEDs-aus matrixUm den Aufwand nicht zu verkomplizieren, nutze ich dazu eine kleine Platine mit einer Diodenmatrix.

Deren Anschluss erfolgt direkt an den Beleuchtungsplatinen und dort an den roten LEDs um diese zu überbrücken und damit auszuschalten.

Gesamtschaltung

br218 mx645p16 no red-lightsDie Matrix-Dioden werden dabei hinter dem Vorwiderstand der LED angelötet, also an der Verbindung zwischen der Anode der LEDs und dem jeweiligen Vorwiderstand.

Durch diese Art der Anschaltung wird der Spannungsabfall an den LEDs auf ca. 0,7 V verringert. 

Damit ist diese Spannung so gering, dass sie weit unter der Durchlaßspannung der roten LEDs (ca. 2 V) liegt. Das Ergebnis ergibt die gewünschte Dunkeltastung.

Das Bild zeigt die Gesamtschaltung.

roc br218 pcb stili tun-pcb 640

Ich habe die Platine mit zwei kleinen Doppeldioden (BAV 70) aufgebaut. Man kann sie aber auch ohne weiteres aus Einzelnen Dioden (1N4148) aufbauen.

Die beiden grauen Kabel führen zu den Anschlusspunkten auf der Beleuchtungsplatine für die Seite 1 / vorne. 
Die beiden gelben Kabel führen zu den Anschlusspunkten auf der Beleuchtungsplatine für die Seite 2 /hinten.

Die Reihenfolge der Kabel mit gleicher Farbe ist beliebig.

Das weiße Kabel führt zum Decoder-Ausgang FA3.

Wichtig ist es aber immer, dass alles gut isoliert ist, damit es nicht zu Kurzschlüssen bzw. Berührungen kommen kann.

Hinweis

Die programmierten Werte bleiben im Decoder erhalten. Sollten sie aber ein Reset des Decoders durchführen, muss die Programmierung erneut vorgenommen werden. Wenn ihr Programmiergerät rechnergestützt arbeitet, können sie meistens die gesamte Decoder-Konfiguration auslesen und in eine Sicherungsdatei schreiben.

Aus dieser können sie dann im Reset-Fall die Gesamtkonfiguration recht einfach wieder herstellen - vorausgesetzt sie haben noch einen Zugriff auf die Sicherungen.

Fazit

Durch die aufgeführten Maßnahmen, bekommt die Lokomotive eine nun zum Rangiergang passende Beleuchtung. Egal für welche Lösung man sich entscheidet, ist somit auf jeden Fall wieder ein bisschen vorbildlicher.


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Zuletzt aktualisiert: Samstag, 15. November 2014 13:26

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